Keyboardunterricht Jena – so unterrichte ich

Keyboardunterricht ist heute ein weites Feld und wird von vielen qualifizierten aber manchmal auch nicht so qualifizierten Kollegen beackert. Aber was lernt man im Keyboardunterricht eigentlich? Was ist denn das für ne Frage – keyboardspielen natürlich! Jaja, schon klar … aber gibts da Unterschiede? Ja – die gibt es.

Um die Unterschiede im Keyboardunterricht zu verdeutlichen, muß man drauf schauen, was ein Keyboarder können muß bzw. lernen will. Und genau an dieser Stelle kommen die unterschiedlichsten Meinungen und somit auch Unterrichtsinhalte ans Licht.

Wenn ein Schüler zu mir in den Keyboardunterricht kommt, gehe ich prinzipiell davon aus, daß er eine umfassende Ausbildung erwartet. Für mich als Lehrer heißt das konkret:

  • solistisches Keyboardspiel – mit allen technischen Möglichkeiten, die das Instrument bietet
  • begleitendes Keyboardspiel – als Keyboarder in einer Band z.B.

Diese beiden Einsatzgebiete bedingen unterschiedliche Unterrichtsansätze. Während im solistischem Spiel vor allem mit Begleitautomatik gespielt wird, ist in begleitendem Spiel deutlich mehr Spielfähigkeit und Unabhängigkeit beider Hände notwendig. Ist ja klar – wenn ich einen Live-Baß und nen Schlagzeuger habe, brauche ich keine Begleitautomatik mehr. An dieser Stelle sind eher pianistische Fähigkeiten gefragt. Und wenn ich bei Oma vor der Kaffeerunde was spielen soll – ganz allein –  dann freuen sich alle über die voll klingenden Volkslieder, die ich im handumdrehen in einem fetten Sound mit meiner Automatik spielen kann.

Diese beiden Spielarten sind die Hauptpfeiler meines Unterrichts. Und deshalb lege ich großen Wert auf auf pianistische und auch auf keyboardtypische Spielfähigkeiten und zwar ab der ersten Unterrichtsstunde. Außerdem halte ich nicht soviel von werbetechnisch heißen Sprüchen wie – „Für Elise in der 3. Stunde“. Keyboard spielen lernen oder auch Klavier lernen ist keine Spielerei die man nebenbei in 30 Unterrichtsstunden lernt. Gelegentlich liest man so etwas, aber die Wahrheit war vor 50 Jahren anders und ist heute noch ganu so. Keyboard lernen heißt möglichst regelmäßig üben, mit einer guten Anleitung und Fehlerkorrektur im Rücken.

Und wie hält man das über Jahre durch?? Tja … nicht mit Druck und purer Willenskraft (für alle Eltern die wollen, deren Kinder aber nicht). Das Geheimnis heißt – Spaß an der Musik – Freude, über das was ich da mache – Begeisterung, wenn ich z.B. endlich „Stay“ von Rihanna rausgehört und gelernt habe, usw. ….

Und da sind wir beim Thema Noten. Alle meine Schüler lernen bei mir das Spielen nach Noten. Später kommt dann das Spielen ohne Noten – wer das gern möchte.

Was ein ausgebildeter Keyboarder alles kann - meine Unterrichtsinhalte

Ein ausgebildeter Keyboarder

  • kann solistisch spielen, mit allen technischen Möglichkeiten, die sein Keyboard bietet
  • kann pianistisch spielen (z.B. 3Haselnüsse für Aschenbrötel nur mit Klaviersound)
  • kann den Part des Band-Keyboarders übernehmen (mit Soundcomposing /editing eines Synthesizers)
  • kann z.B. eine Sängerin begleiten
  • kann jederzeit auf das Piano umsteiegen – weil die Spieltechnik vorhanden ist (Umgewöhnung für Tastatur ist wichtig)
  • kann selbst entscheiden, ob er mit Noten oder ohne Noten spielen möchte/muß (weil er beides gelernt hat)
  • und zum Schluß …. er kann seine Lieder kinderleicht mit einer Software zu einem ausgewachsenem Song selbst produzieren (das geht aber ein bischen über die normale Keyboarder-Ausbildung hinaus).

Vielleicht denken Sie jetzt ….. „oh Gott das ist viel zu viel für mich oder mein Kind“. Ich darf Sie da beruhigen. Erstens lernt man das alles in vielen Jahren Ausbildung nacheinander. Und zweitens fühlt sich nicht jeder Schüler zu einem „Vollblutkeyboarder“ berufen und möchte alles lernen. Bei den meisten meiner Schüler unterrichte ich deshalb nur einige dieser aufgeführten Punkte. Manche wollen z.B. nicht ohne Noten spielen. Andere wollen irgendwann nicht mehr mit Automatik spielen, nur noch pianistisch – warum nicht – alles ist möglich 😉 .

Was passiert, wenn mein Unterrichtsprogramm zu anspruchsvoll für den Schüler ist?

In seltenen Fällen muß ich mein Unterrichtsprogramm anpassen, dann nämlich, wenn ich den Schüler mit meinem normalen Stoff überfordere. In so einem Fall wird der Unterricht an die Leistungsfähigkeit des Schülers angepaßt. Das passiert übrignes auch, wenn der Schüler unterfordert ist. Jeder bekommt das, was er verkraftet und was ihn optimal fordert.

Einen sehr wichtigen Punkt habe ich noch vergessen. Die Selbstständigkeit. Selbstständigkeit bedeutet, der Schüler bekommt alle Fähigkeiten an die Hand um vollkommen selbstständig (ohne jede weitere Unterweisung oder Hilfe) das Lied, welches er spielen möchte, zu erlernen. Entweder kauft er sich Noten und lernt das Lied ohne Hilfe aus den Noten oder er hört das Lied von einer Aufnahme ab/heraus. Meine Schüler sind weder von mir als Lehrer, noch von einem Video abhängig. Manche von Noten …. vielleicht 😉 .

Sollten Sie gern Unterrichtsstunden bei mir haben wollen, oder Sie haben noch Fragen, dann schreiben Sie mir einfach über mein Kontaktformular.

 

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